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19.
Oktober 2006
Am frühen Morgen ist schon etwas Hektik an Board spürbar,
schließlich soll ja auch alles perfekt ablaufen.
Wie es bei unserem Schiff üblich ist, haben wir Mäh Janang
dem Budda der Seeleute - Obst,Wasser, Blumen und Räucherstäbchen
dargebracht und um Schutz für die Gäste, die Crew und
das Boot gebeten....
Etwas später.. so gegen 9.00 Uhr in der Früh explodieren
die
Knaller und Kracher am Bug des Schiffes und nun weiß auch
(hoffentlich) in Saladan jeder, dass unser neues
wunderschönes Boot, die M/V Flying Seahorse zu
neuen Abenteuern, rund um Ko Lanta, unterwegs ist.
Wir, dass sind bei dieser SPEZIAL VIP Tour , Caro &
Uli aus Düsseldorf, unsere liebe Siggi, Ralf, Na und ich
samt der ganzen thailändischen Bootsbesatzung.
Die Crew - Kapitän WEERA, Ingenieur BOON,
Köchin GUNG LEK und der Bootsjunge GUNG.
Ko
Bida Noi "Fantasy"
Als wir so gegen 11.00 Uhr Eintreffen, beenden die meisten
Tagesboote bereits ihren ersten Tauchgang und wir haben
den Tauchplatz, zumindest "unter Wasser" für
uns alleine. Nach dem eigenem Euipmentcheck und dem des
Tauchpartners, kanns endlich losgehen. Sechs Monate ohne
tauchen, davon drei Monate in der Werft sind einfach zu
lange. Der Kopf muss unter Wasser, schnell !
Es
ist so, als wären wir nie weggewesen, alles ist so schön
wie eh und jeh. Herrlich, da ist es wieder das Gefühl
zu schweben, eins zu sein mit dem Wasser.
Diese Stille und Ruhe, ach wie hat es uns allen das gefehlt!!
SUPERTOLL, wir haben es uns verdient.
Ein
bisschen gegen die Strömung und wir sind an unseren geliebten
Außenfelsen. Da der große Barakudaschwarm und ein paar
Fledermausfische hinterher, generell große Schwärme beim
Jagen, ein großartiges Schauspiel . Die Sicht ist nicht
ganz so toll wie gewohnt, es ist ja auch noch immer Regenzeit
im Süden. Nachdem wir etwa 10 Minuten nach "unserem
Seepferdchen " ausschau hielten und es nicht gefunden
wurde, tauchten wir weiter zum Fantasy Rock.
Zwei Felsen die aneinander liegen und nahe dem Grund einen
dreieckigen Durchgang bieten. Meistens sind hier Tausende
von Glasfischen, Geisterfetzenfische und andere Makrowesen
zu finden. Auch eine große Teppichanemone mit zwei nach
Planton fischenden Anemonenkrabben ist hier angesiedelt.
Nicht schlecht für den Anfang. Der Computer ermahnt uns
nach einer Stunde den ersten Tauchgang zu beenden und
so kehren wir zurück an die Oberfläche. .
Unsere
Köchin, (nochmal für alle Schweizer :-)) zum Mitschreiben,
heißt GUNG LEK), hat ein wirklich tolles und vor
allem leckeres, frisches Essen auf den Tisch gezaubert.
Wir alle schlemmen etwas mehr als gewohnt, wenn dass so
weitergeht, na ja wenn es halt so gut schmeckt.
Ko
Bida Yai
Der Kapitän bringt uns an die Rückseite der Insel
zum Plateau. Von dort aus startet unser Tauchgang rechte
Schulter - in Richtung Lagune. Da ein gut getarnter Drachenkopf
und dort drei Blaupunktrochen, die sich im Sand eingegraben
haben. Die riesigen Gorgonien stehen wunderschön im Gegenlicht.
Ein großer Leopardenhai liegt im Sand und ruht sich aus.
Caro schiesst rasch ein Foto mit ihrer neuen Olympus und
Uli hält die Szene auf Video fest. In der Lagune angekommen
halten wir noch nach der hier lebenden Schildkröte ausschau,
die ist aber irdenwo anders unterwegs und so beenden wir
auch diesen diesen Tauchgang etwa nach einer Stunde.
Duftender
Kaffee, Schokokuchen und natürlich frisches Obst erwartet
uns an Board.
Alle
haben gute Laune und wir schauen uns Ulis Video Aufnahmen
und Caros Digitalbilder an.
Nachttauchgang
PHi PHI Palong "Coral Garden"
Die FLYING SEAHORSE hat an der Boje festgemacht und
hier liegt man wunderbar geschützt. Kurz die Lampen überprüft
und schon springen wir ins Wasser, es ist angenehm warm.
Im Schein der Lampen tauchen die ersten Riffblöcke auf.
Einige Einsiedlerkrebse, Krabben und ein schlafender Papageienfisch.
Dann schäckert Caro, sie hat eine kleine schwarze Seenadel
im Sand entdeckt, Caro und Uli machen Bilder, ich warte
etwa drei Meter entfernt um die beiden nicht zu stören.
Da, ein Blatt bewegt sich in der Dünung, nein zwei Blätter.
Ich will schon weiter, schaue noch mal genau hin und dann
die Blätter haben einen Kopf und Augen. Hurra wir haben
wieder einmal zwei Stück Seegrasgeisterfetzenfische entdeckt.
Natürlich mache ich die anderen darauf aufmerksam und
sogar "Unterwasser" kann ich einen kleinen Aufschrei
von Siggi hören.
Ralf entdeckt dann noch eine der seltenen Dekorkrabben
und noch kleine Garnelen in einer Gorgonie.
Wir alle hoffen, dass die Harlekingarnelen der letzten
beiden Saisonen noch immer an ihrem Platz sind, wir suchen
lange und warten, leider ohne Erfolg. Aber wir werden
neue Harlekingarnelen finden, ganz bestimmt.... irgendwo!
Keine
Ahnung warum, aber alle haben schon wieder grossen Hunger.
Sigi krönt das Abendessen noch zusätzlich mit einem frischen
knackigem Salat. Wir machen es uns auf der großen Liegewiese
bequem und lassen den Tag nochmal revue passieren. So
nach und nach zieht sich jeder in seine Kabine zurück,
nur Caro und Uli wollen an Deck schlafen. Das Boot wippt
sanft in den Wellen und bald sind wir eingeschlummert.
Am
nächsten Morgen brechen wir nach Hin Musang auf , auch
bekannt als Shark Point. Es ist wellig und der Kapitän
hat alle Hände voll zu tun damit das Schiff im Kurs bleibt.
Am Tauchplatz angekommen stellen wir fest, dass keine
der vier Bojen die Lowsaeason überstanden hat und so muss
die Flying Seahorse in Bewegung bleiben, wenn wir unter
Wasser sind.
Shark
Point
Wir tauchen rasch ab, denn es ist Strömung angesagt.
Ralf taucht mit Na, die ja noch nicht so die Erfahrung
der anderen Taucher an Board hat. Gelblippenseekobra,
Leopardenhai, ein Blacktip und ein kleiner Barakudaschwarm
sind die "Highlights" diese Tauchganges.
Zurück
an der Oberfläche, die Wellen sind noch stärker geworden
und es regnet sehr stark. Durch die Strömung und die mittlerweile
hohen Wellen ist es nicht einfach auf das Boat zu kommen.
Der Kapitän und die Crew spielen ihre Erfahrung voll aus
und in kurzer Zeit sind alle Taucher sicher zurück auf
dem Schiff.
Ich
spreche mit dem Kapitän, dann mit den Tauchern und entscheide,
dass wir zurück nach Phi Phi fahren, dort sind wir geschützt.
Auf der Fahrt ist noch immer extremer Seegang und so werde
ich in meiner Entscheidung bestärkt. Erst in der Maya
Bay angekommen geniessen wir das reichhaltige Frühstück
mit frisch gebratenen Eiern und Schinken aus der Pfanne.
Die starken Wellen haben sich bei Na´s Magen bemerkbar
gemacht und so verzichtet sie auf das Essen.
Ein
Anruf von Marco einem anderem Tauchschulbesitzer auf meinem
Handy. Zaghaft teilt er mir mit, dass sein Partner, unser
lieber Freund EDDY in der vergangenen Nacht an
den Folgen eines Herzinfarktes verstorben ist.
Es ist still an Board als ich es den anderen Mitteile.
WARUM EDDY WARUM !! Siggi und ich haben ihn sehr gemocht
und wir hätten es ihm von ganzen Herzen gegönnt die Lorbeeren
für seine Arbeit an "seinem" neuen Boot zu ernten.
... So gerne würde ich mich persönlich von dir Verabschieden.
Eddy wir werden dich vermissen, ganz bestimmt!
Ruhe
in Frieden! Wir beten für dich!
Maya
South
Es ist jetzt auch hier leichte Strömung und wir geniessen
es, uns einfach treiben zu lassen. Ab und zu gehen wir
nahe an das Riff und finden einige Sachen im Makrobereich.
Caro schiesst ein tolles Bild von einem juvenilen Imperator
Kaiserfisch. Alle Achtung, glaubt mir, ein wirklich gutes
Bild.
Wir finden eine Sepia, die vermutlich ihr Gelege zwischen
den kleinen Felsstücken ablegen will und nochmal einen
Leopardenhai. Ein paar winzige Nacktschnecken und ein
zutraulicher Trompetenfisch runden den Tauchgang ab. Gegen
Ende treffen wir auf ein Rudel amerikanischer "Kampftaucher"
in Shortys und Ruderleiberl!
Zurück
an Board teilt mir der Kapitän mit, dass wir ein technisches
Problem haben, der grosse Generator liefere nicht die
Leistung die wir brauchen um alles Nötige mit Strom zu
versorgen.
Es
duftet köstlich aus der Küche, aber irgendwie habe ich
im Moment keinen Hunger.
Wir
sitzen zusammen und vereinbaren nahe Phi Phi Island zu
bleiben. Siggi erzählt, dass es einen Canyon bei der Losama
Bay geben soll, der sich wunderbar zum Nachttauchen eignetl.
Da sie schon mehrere Jahre nicht mehr an diesem Platz
war, beschliessen wir einen Tagestauchgang dort einzulegen.
Losama
Bay
Wir tauchen an der Steilwand entlang, sehr schöne Weichkorallen
und viel Fisch. Gegen Ende des Tauchganges entdeckt Ralf
zwei Oktopusse die gerade beim Liebespiel sind. Das laufende
ändern der Hautfarbe sowie innige Umarmungen der beiden
Oktopusse fasziniert uns für einige Minuten. Der Canyon
beim Austauchen macht einen ordentlichen Eindruck und
wir planen den Nachttauchgang hier zu machen.
Aber,
nach etwa zwei Stunden in der Losama Bay, frischt plötzlich
der Wind sehr stark auf und nach einer weiteren halben
Stunde, schlagen starke Wellen an unsere Flying Seahorse.
Wir reagieren und fahren nochmal nach Palong, dort ist
es eigentlich immer geschützt.
Nachttauchgang
PHi PHI Palong "Coral Garden"
So
tauchen wir nochmal im Coral Garden und finden auch die
beiden Seegrasgeisterfetzenfische nochmal wieder. Dann
entdecken wir den ersten Geisterfetzenfisch der neuen
Saison , ein besonders schönes Exemplar, (rot/ schwarz
gemustert) in einem Seestern. An dem großen, seitlich
stehenden Felsen, finden wir alle Arten von Garnelen und
auch einige Kraben und Krebse. Eine Sepia steht gut getarnt
nahe dem Meeresgrund. Ihr Körper schillert in allen Farben
und der Saum ihres "Kleidchens" flouresziert
in unserem Scheinwerferlicht. Ich persönlich, liebe ja
das Nachttauchen ganz besonders, denn da öffnet sich,
nicht nur dem begeisterten Makrofotografen, eine eigene
wunderschöne Unterwasserwelt.
Nach
dem abwechslungsreichen Abendessen legen wir eine DVD
ein und sehen uns einen Spielfilm auf dem großen Fernseher
an. Doch vier Tauchgänge pro Tag, dass macht auch ordentlich
Müde und so ist es bereits um etwa 22 Uhr auf dem Boot
sehr ruhig geworden und wir schlummern friedlich ein.
Am
nächsten Morgen die Hiobsbotschaft des Boots Ingeneurs:
Der Generator, der zuvor ja schon kurze Aussetzer hatte
ist nun abgeschaltet und nicht mehr nutzbar. Wir beschließen
noch zwei Tauchgänge auf Ko Bida zu machen und dann nach
Ko Lanta zurückzukehren um den Generator reparieren zu
lassen. Die Sicherheit und der Komfort für die Gäste ist
uns ein besonders Anliegen.
Ko
Bida Yai
Early Morning Dive- Wir sind ganz alleine da und das
Meer ist ruhig. Keine Strömung - Gute Sicht. Wir starten
den Tauchgang wieder an der Rückseite der Insel, vom Plateau,
aber diesesmal linke Schulter - in Richtung der Lagune.
Ich warte und halte Ausschau nach dem sehr großen Barakuda
der dort häufig anzustreffen ist. Doch dann ein Signal
von Siggi, an der Kante liegt ein Leopardenhai. Wir nähern
uns ganz vorsichtig und sehen, dass auch ein großer Schiffshalter
angedockt hat. Wir tauchen an der Steilwand entlang. Ein
paar Prachtnacktschnecken und zwei juveniele Imperatorkaiserfische
sind hier unser Ausbeute. Der kleine Felsvorsprung ist
schon wieder mit hunderten von Glasfischen gefüllt. Ich
mache meine Lampe an und leuchte zwischen die kleinen
Fische (Hinter einem Glasfisch Vorhang findest du immer
was, das habe ich von Siggi gelernt!). Und wirklich, zwei
orange-hellblaue Seenadeln tanzen in meinem Scheinwerferlicht.
Warum habe ich bloss meine Kamera nicht dabei? Der Tauchgang
ist extrem ruhig und relaxed, wir tauchen in der Lagune
aus. Nach dem obligatorischen Sicherheitsstop kehren wir
zur Oberfläche zurück, wo auch schon unsere Flying Seahorse
auf uns wartet.
Alle
haben großen Hunger und so lassen wir uns das Frühstück
so richtig gut schmecken.
Ko
Bida Noi
Mittlerweile sind einige Tagesboote von Phi Phi Island
eingetroffen. Einige fahren ein paar mal, sehr Nahe an
unseren Liegeplatz heran um sich unser Boot genauer anzusehen
und zu Bewundern.
Ja ich geb es zu, ich bin zu Recht sehr sehr Stolz auf
unsere neue Flying Seahorse.
Wir
springen an der Nordostspitze der Insel ins Wasser. Es
zieht, es gibt Strömung. Ich frage ab, ob alles Ok zum
Abtauchen ist, da sagt mir Caro, dass sie Wassertropfen
in ihrer Kamera hat. Kurze Besprechung , die anderen tauchen
zusammen ab. Caro und ich treiben auf unser Boot zu Der
Kapitän dreht das Schiff mit dem Heck zu uns und so kann
Caro dem Bootsboy die Kamera geben. Kurze Anweisung und
der Kapitän bringt uns zurück zum Ausgangspunkt. Caro
schaut nicht ganz so glücklich drein, hoffentlich ist
ihre Kamera in Ordnung. Wir
springen wieder ins Wasser und tauchen rasch ab, die Strömung
ist noch stärker geworden. Nur mit Mühe paddeln wir an
die Aussenfelsen heran. Ein großartiges Schauspiel, ein
riesiger Barakudaschwarm steht in der Strömumg, bestimmt
mehr als 60 Stück. Sie lassen uns sehr nahe heranschwimmen
und wir blicken ihnen in die Augen. Makrelen beim Jagen
, Rainbowrunners , Jackfische wunder, wundeschön !!! Ach
wie ich das Liebe!! Wir verlassen die Aussenfelsen und
halten nach den anderen Ausschau aber vielleicht warten
sie uns ja beim Fantasy Rock, aber auch dort sind wir
alleine. Generell ist zur Zeit das ganze Leben am Riff
von Jungtieren geprägt. Egal ob Kugelfisch, Anemomenkrabbe
oder Clownfisch, jede Fischfamilie versorgt derzeit ihren
Nachwuchs.
Durch
die Strömung haben wir mehr Luft verbraucht als normal
und so beenden wir diesen Tauchgang nach etwa 50 Minuten.
Caro und ich durchbrechen die Wasseroberfläche und sind
sehr erstaunt, das Wetter hat sich total verändert. Dunkle
Wolken sind aufgezogen, es wird ein Gewitter geben.
Alle
sind sicher an Board zurück und wir legen ab in Richtung
Ko Lanta. Starker Regen und ein heftiges Gewitter machen
uns das Ende dieser ersten Fahrt nicht ganz so schwer.
Und so erreichen wir Saladan am frühen Nachmittag.
Caro
und Uli wollen zur Massage - Ralf fährt eventuell Morgen
nach Phuket zum Zahnarzt - Siggi besucht ein paar Resorts
um Bungalows für neue Gäste zu organisieren - Na will
drei Mädchen von ihrer Staff, die heute aus Bangkok angekommen
sind, begrüßen und ich beginne damit, die Reparaturarbeiten
am Generaor zu organisieren.
So
schließe ich das Tagebuch der ersten Fahrt mit unserem
neuen Schiff der M/V Flying Seahorse.
Der Generator ist mittlerweile repariert - alle ist Ok.
Die Saison kann beginnen!! Unsere Tauchgäste haben wir
während der Reperaturarbeiten auf anderen Booten untergebracht
(natürlich mit unseren Tauchguides).
Komm
und überzeuge dich selber von uns, unserem wirklich wunderschönem
Boot und der tollen Crew!
Auch
du wirst als Gast kommen und als unser Freund nach Hause
fahren! Das Versprechen wir dir bereits jetzt!
Also
bis dann und ganz liebe Grüße aus Ko Lanta
Peter
und das gesamte Team der Flying Seahorse
Achja,
wer Rechtschreib- oder Tippfehler findet darf sie behalten!
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