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Tagebuch
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Tagebuch der SAFARI Nr. LDS 02 von 19. bis 22. Oktober 2006
geschrieben von  Peter

19. Oktober 2006
Am frühen Morgen ist schon etwas Hektik an Board spürbar, schließlich soll ja auch alles perfekt ablaufen.
Wie es bei unserem Schiff üblich ist, haben wir Mäh Janang dem Budda der Seeleute - Obst,Wasser, Blumen und Räucherstäbchen dargebracht und um Schutz für die Gäste, die Crew und das Boot gebeten....

Etwas später.. so gegen 9.00 Uhr in der Früh explodieren d
ie Knaller und Kracher am Bug des Schiffes und nun weiß auch (hoffentlich) in Saladan jeder, dass unser neues wunderschönes Boot, die M/V Flying Seahorse zu neuen Abenteuern, rund um Ko Lanta, unterwegs ist.

Wir, dass sind bei dieser SPEZIAL VIP Tour , Caro & Uli aus Düsseldorf, unsere liebe Siggi, Ralf, Na und ich samt der ganzen thailändischen Bootsbesatzung.
Die Crew - Kapitän WEERA, Ingenieur BOON, Köchin GUNG LEK und der Bootsjunge GUNG.

Ko Bida Noi "Fantasy"
Als wir so gegen 11.00 Uhr Eintreffen, beenden die meisten Tagesboote bereits ihren ersten Tauchgang und wir haben den Tauchplatz, zumindest "unter Wasser" für uns alleine. Nach dem eigenem Euipmentcheck und dem des Tauchpartners, kanns endlich losgehen. Sechs Monate ohne tauchen, davon drei Monate in der Werft sind einfach zu lange. Der Kopf muss unter Wasser, schnell !

Es ist so, als wären wir nie weggewesen, alles ist so schön wie eh und jeh. Herrlich, da ist es wieder das Gefühl zu schweben, eins zu sein mit dem Wasser.
Diese Stille und Ruhe, ach wie hat es uns allen das gefehlt!!  SUPERTOLL, wir haben es uns verdient.

Ein bisschen gegen die Strömung und wir sind an unseren geliebten Außenfelsen. Da der große Barakudaschwarm und ein paar Fledermausfische hinterher, generell große Schwärme beim Jagen, ein großartiges Schauspiel . Die Sicht ist nicht ganz so toll wie gewohnt, es ist ja auch noch immer Regenzeit im Süden. Nachdem wir etwa 10 Minuten nach "unserem Seepferdchen " ausschau hielten und es nicht gefunden wurde, tauchten wir weiter zum Fantasy Rock.
Zwei Felsen die aneinander liegen und nahe dem Grund einen dreieckigen Durchgang bieten. Meistens sind hier Tausende von Glasfischen, Geisterfetzenfische und andere Makrowesen zu finden. Auch eine große Teppichanemone mit zwei nach Planton fischenden Anemonenkrabben ist hier angesiedelt. Nicht schlecht für den Anfang. Der Computer ermahnt uns nach einer Stunde den ersten Tauchgang zu beenden und so kehren wir zurück an die Oberfläche. .

Unsere Köchin, (nochmal für alle Schweizer :-)) zum Mitschreiben, heißt GUNG LEK), hat ein wirklich tolles und vor allem leckeres, frisches Essen auf den Tisch gezaubert.
Wir alle schlemmen etwas mehr als gewohnt, wenn dass so weitergeht, na ja wenn es halt so gut schmeckt.

Ko Bida Yai
Der Kapitän bringt uns an die Rückseite der Insel zum Plateau. Von dort aus startet unser Tauchgang rechte Schulter - in Richtung Lagune. Da ein gut getarnter Drachenkopf und dort drei Blaupunktrochen, die sich im Sand eingegraben haben. Die riesigen Gorgonien stehen wunderschön im Gegenlicht. Ein großer Leopardenhai liegt im Sand und ruht sich aus. Caro schiesst rasch ein Foto mit ihrer neuen Olympus und Uli hält die Szene auf Video fest. In der Lagune angekommen halten wir noch nach der hier lebenden Schildkröte ausschau, die ist aber irdenwo anders unterwegs und so beenden wir auch diesen diesen Tauchgang etwa nach einer Stunde.

Duftender Kaffee, Schokokuchen und natürlich frisches Obst erwartet uns an Board.
Alle haben gute Laune und wir schauen uns Ulis Video Aufnahmen und Caros Digitalbilder an.

Nachttauchgang PHi PHI Palong "Coral Garden"
Die FLYING SEAHORSE hat an der Boje festgemacht und hier liegt man wunderbar geschützt. Kurz die Lampen überprüft und schon springen wir ins Wasser, es ist angenehm warm. Im Schein der Lampen tauchen die ersten Riffblöcke auf. Einige Einsiedlerkrebse, Krabben und ein schlafender Papageienfisch. Dann schäckert Caro, sie hat eine kleine schwarze Seenadel im Sand entdeckt, Caro und Uli machen Bilder, ich warte etwa drei Meter entfernt um die beiden nicht zu stören. Da, ein Blatt bewegt sich in der Dünung, nein zwei Blätter. Ich will schon weiter, schaue noch mal genau hin und dann die Blätter haben einen Kopf und Augen. Hurra wir haben wieder einmal zwei Stück Seegrasgeisterfetzenfische entdeckt. Natürlich mache ich die anderen darauf aufmerksam und sogar "Unterwasser" kann ich einen kleinen Aufschrei von Siggi hören.
Ralf entdeckt dann noch eine der seltenen Dekorkrabben und noch kleine Garnelen in einer Gorgonie.

Wir alle hoffen, dass die Harlekingarnelen der letzten beiden Saisonen noch immer an ihrem Platz sind, wir suchen lange und warten, leider ohne Erfolg. Aber wir werden neue Harlekingarnelen finden, ganz bestimmt.... irgendwo!

Keine Ahnung warum, aber alle haben schon wieder grossen Hunger. Sigi krönt das Abendessen noch zusätzlich mit einem frischen knackigem Salat. Wir machen es uns auf der großen Liegewiese bequem und lassen den Tag nochmal revue passieren. So nach und nach zieht sich jeder in seine Kabine zurück, nur Caro und Uli wollen an Deck schlafen. Das Boot wippt sanft in den Wellen und bald sind wir eingeschlummert.

Am nächsten Morgen brechen wir nach Hin Musang auf , auch bekannt als Shark Point. Es ist wellig und der Kapitän hat alle Hände voll zu tun damit das Schiff im Kurs bleibt. Am Tauchplatz angekommen stellen wir fest, dass keine der vier Bojen die Lowsaeason überstanden hat und so muss die Flying Seahorse in Bewegung bleiben, wenn wir unter Wasser sind.

Shark Point
Wir tauchen rasch ab, denn es ist Strömung angesagt. Ralf taucht mit Na, die ja noch nicht so die Erfahrung der anderen Taucher an Board hat. Gelblippenseekobra, Leopardenhai, ein Blacktip und ein kleiner Barakudaschwarm sind die "Highlights" diese Tauchganges.

Zurück an der Oberfläche, die Wellen sind noch stärker geworden und es regnet sehr stark. Durch die Strömung und die mittlerweile hohen Wellen ist es nicht einfach auf das Boat zu kommen. Der Kapitän und die Crew spielen ihre Erfahrung voll aus und in kurzer Zeit sind alle Taucher sicher zurück auf dem Schiff.

Ich spreche mit dem Kapitän, dann mit den Tauchern und entscheide, dass wir zurück nach Phi Phi fahren, dort sind wir geschützt. Auf der Fahrt ist noch immer extremer Seegang und so werde ich in meiner Entscheidung bestärkt. Erst in der Maya Bay angekommen geniessen wir das reichhaltige Frühstück mit frisch gebratenen Eiern und Schinken aus der Pfanne.
Die starken Wellen haben sich bei Na´s Magen bemerkbar gemacht und so verzichtet sie auf das Essen.

Ein Anruf von Marco einem anderem Tauchschulbesitzer auf meinem Handy. Zaghaft teilt er mir mit, dass sein Partner, unser lieber Freund EDDY in der vergangenen Nacht an den Folgen eines Herzinfarktes verstorben ist.
Es ist still an Board als ich es den anderen Mitteile. WARUM EDDY WARUM !! Siggi und ich haben ihn sehr gemocht und wir hätten es ihm von ganzen Herzen gegönnt die Lorbeeren für seine Arbeit an "seinem" neuen Boot zu ernten. ... So gerne würde ich mich persönlich von dir Verabschieden. Eddy wir werden dich vermissen, ganz bestimmt!

Ruhe in Frieden! Wir beten für dich!

Maya South
Es ist jetzt auch hier leichte Strömung und wir geniessen es, uns einfach treiben zu lassen. Ab und zu gehen wir nahe an das Riff und finden einige Sachen im Makrobereich. Caro schiesst ein tolles Bild von einem juvenilen Imperator Kaiserfisch. Alle Achtung, glaubt mir, ein wirklich gutes Bild.
Wir finden eine Sepia, die vermutlich ihr Gelege zwischen den kleinen Felsstücken ablegen will und nochmal einen Leopardenhai. Ein paar winzige Nacktschnecken und ein zutraulicher Trompetenfisch runden den Tauchgang ab. Gegen Ende treffen wir auf ein Rudel amerikanischer "Kampftaucher" in Shortys und Ruderleiberl!

Zurück an Board teilt mir der Kapitän mit, dass wir ein technisches Problem haben, der grosse Generator liefere nicht die Leistung die wir brauchen um alles Nötige mit Strom zu versorgen.

Es duftet köstlich aus der Küche, aber irgendwie habe ich im Moment keinen Hunger.

Wir sitzen zusammen und vereinbaren nahe Phi Phi Island zu bleiben. Siggi erzählt, dass es einen Canyon bei der Losama Bay geben soll, der sich wunderbar zum Nachttauchen eignetl. Da sie schon mehrere Jahre nicht mehr an diesem Platz war, beschliessen wir einen Tagestauchgang dort einzulegen.

Losama Bay
Wir tauchen an der Steilwand entlang, sehr schöne Weichkorallen und viel Fisch. Gegen Ende des Tauchganges entdeckt Ralf zwei Oktopusse die gerade beim Liebespiel sind. Das laufende ändern der Hautfarbe sowie innige Umarmungen der beiden Oktopusse fasziniert uns für einige Minuten. Der Canyon beim Austauchen macht einen ordentlichen Eindruck und wir planen den Nachttauchgang hier zu machen.

Aber, nach etwa zwei Stunden in der Losama Bay, frischt plötzlich der Wind sehr stark auf und nach einer weiteren halben Stunde, schlagen starke Wellen an unsere Flying Seahorse. Wir reagieren und fahren nochmal nach Palong, dort ist es eigentlich immer geschützt.

Nachttauchgang PHi PHI Palong "Coral Garden"
So tauchen wir nochmal im Coral Garden und finden auch die beiden Seegrasgeisterfetzenfische nochmal wieder. Dann entdecken wir den ersten Geisterfetzenfisch der neuen Saison , ein besonders schönes Exemplar, (rot/ schwarz gemustert) in einem Seestern. An dem großen, seitlich stehenden Felsen, finden wir alle Arten von Garnelen und auch einige Kraben und Krebse. Eine Sepia steht gut getarnt nahe dem Meeresgrund. Ihr Körper schillert in allen Farben und der Saum ihres "Kleidchens" flouresziert in unserem Scheinwerferlicht. Ich persönlich, liebe ja das Nachttauchen ganz besonders, denn da öffnet sich, nicht nur dem begeisterten Makrofotografen, eine eigene wunderschöne Unterwasserwelt.

Nach dem abwechslungsreichen Abendessen legen wir eine DVD ein und sehen uns einen Spielfilm auf dem großen Fernseher an. Doch vier Tauchgänge pro Tag, dass macht auch ordentlich Müde und so ist es bereits um etwa 22 Uhr auf dem Boot sehr ruhig geworden und wir schlummern friedlich ein.

Am nächsten Morgen die Hiobsbotschaft des Boots Ingeneurs: Der Generator, der zuvor ja schon kurze Aussetzer hatte ist nun abgeschaltet und nicht mehr nutzbar. Wir beschließen noch zwei Tauchgänge auf Ko Bida zu machen und dann nach Ko Lanta zurückzukehren um den Generator reparieren zu lassen. Die Sicherheit und der Komfort für die Gäste ist uns ein besonders Anliegen.

Ko Bida Yai
Early Morning Dive- Wir sind ganz alleine da und das Meer ist ruhig. Keine Strömung - Gute Sicht. Wir starten den Tauchgang wieder an der Rückseite der Insel, vom Plateau, aber diesesmal linke Schulter - in Richtung der Lagune. Ich warte und halte Ausschau nach dem sehr großen Barakuda der dort häufig anzustreffen ist. Doch dann ein Signal von Siggi, an der Kante liegt ein Leopardenhai. Wir nähern uns ganz vorsichtig und sehen, dass auch ein großer Schiffshalter angedockt hat. Wir tauchen an der Steilwand entlang. Ein paar Prachtnacktschnecken und zwei juveniele Imperatorkaiserfische sind hier unser Ausbeute. Der kleine Felsvorsprung ist schon wieder mit hunderten von Glasfischen gefüllt. Ich mache meine Lampe an und leuchte zwischen die kleinen Fische (Hinter einem Glasfisch Vorhang findest du immer was, das habe ich von Siggi gelernt!). Und wirklich, zwei orange-hellblaue Seenadeln tanzen in meinem Scheinwerferlicht. Warum habe ich bloss meine Kamera nicht dabei? Der Tauchgang ist extrem ruhig und relaxed, wir tauchen in der Lagune aus. Nach dem obligatorischen Sicherheitsstop kehren wir zur Oberfläche zurück, wo auch schon unsere Flying Seahorse auf uns wartet.

Alle haben großen Hunger und so lassen wir uns das Frühstück so richtig gut schmecken.

Ko Bida Noi
Mittlerweile sind einige Tagesboote von Phi Phi Island eingetroffen. Einige fahren ein paar mal, sehr Nahe an unseren Liegeplatz heran um sich unser Boot genauer anzusehen und zu Bewundern.
Ja ich geb es zu, ich bin zu Recht sehr sehr Stolz auf unsere neue Flying Seahorse.

Wir springen an der Nordostspitze der Insel ins Wasser. Es zieht, es gibt Strömung. Ich frage ab, ob alles Ok zum Abtauchen ist, da sagt mir Caro, dass sie Wassertropfen in ihrer Kamera hat. Kurze Besprechung , die anderen tauchen zusammen ab. Caro und ich treiben auf unser Boot zu Der Kapitän dreht das Schiff mit dem Heck zu uns und so kann Caro dem Bootsboy die Kamera geben. Kurze Anweisung und der Kapitän bringt uns zurück zum Ausgangspunkt. Caro schaut nicht ganz so glücklich drein, hoffentlich ist ihre Kamera in Ordnung. Wir springen wieder ins Wasser und tauchen rasch ab, die Strömung ist noch stärker geworden. Nur mit Mühe paddeln wir an die Aussenfelsen heran. Ein großartiges Schauspiel, ein riesiger Barakudaschwarm steht in der Strömumg, bestimmt mehr als 60 Stück. Sie lassen uns sehr nahe heranschwimmen und wir blicken ihnen in die Augen. Makrelen beim Jagen , Rainbowrunners , Jackfische wunder, wundeschön !!! Ach wie ich das Liebe!! Wir verlassen die Aussenfelsen und halten nach den anderen Ausschau aber vielleicht warten sie uns ja beim Fantasy Rock, aber auch dort sind wir alleine. Generell ist zur Zeit das ganze Leben am Riff von Jungtieren geprägt. Egal ob Kugelfisch, Anemomenkrabbe oder Clownfisch, jede Fischfamilie versorgt derzeit ihren Nachwuchs.

Durch die Strömung haben wir mehr Luft verbraucht als normal und so beenden wir diesen Tauchgang nach etwa 50 Minuten. Caro und ich durchbrechen die Wasseroberfläche und sind sehr erstaunt, das Wetter hat sich total verändert. Dunkle Wolken sind aufgezogen, es wird ein Gewitter geben.

Alle sind sicher an Board zurück und wir legen ab in Richtung Ko Lanta. Starker Regen und ein heftiges Gewitter machen uns das Ende dieser ersten Fahrt nicht ganz so schwer. Und so erreichen wir Saladan am frühen Nachmittag.

Caro und Uli wollen zur Massage - Ralf fährt eventuell Morgen nach Phuket zum Zahnarzt - Siggi besucht ein paar Resorts um Bungalows für neue Gäste zu organisieren - Na will drei Mädchen von ihrer Staff, die heute aus Bangkok angekommen sind, begrüßen und ich beginne damit, die Reparaturarbeiten am Generaor zu organisieren.

So schließe ich das Tagebuch der ersten Fahrt mit unserem neuen Schiff der M/V Flying Seahorse.

Der Generator ist mittlerweile repariert - alle ist Ok. Die Saison kann beginnen!! Unsere Tauchgäste haben wir während der Reperaturarbeiten auf anderen Booten untergebracht (natürlich mit unseren Tauchguides).

Komm und überzeuge dich selber von uns, unserem wirklich wunderschönem Boot und der tollen Crew!

Auch du wirst als Gast kommen und als unser Freund nach Hause fahren! Das Versprechen wir dir bereits jetzt!

Also bis dann und ganz liebe Grüße aus Ko Lanta

Peter und das gesamte Team der Flying Seahorse

Achja, wer Rechtschreib- oder Tippfehler findet darf sie behalten!


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