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19. Oktober 2007
Gegen
6.00 Uhr früh machen wir von der Boje los und verlassen
Phi Phi Island in Richtung unseres "Early Morning"
Tauchplatzes. Das Wrack der King Cruiser, eine gesunkene
Autofähre, erwartet uns schon. Das neue GPS Navigationsgerät
bringt uns auf dem direkten Weg zum Tauchplatz. Eine Boje
hat die Lowseason überstanden und wir machen unser Flying
Seahorse daran fest.
Ich wecke alle Gäste so gegen 7.00 Uhr und fertige dann
eine Skizze der King Cruiser mit allen wichtigen Informationen
an. Wir stärken uns bei einem kleinem ersten Frühstück.
Laut Gezeitentabelle haben wir nicht mit Strömung zu rechnen,
trotzdem wollen wir den Abstieg am Bojenseil vornehmen.
An der Oberfläche herrscht dann doch etwas Strömung und
so paddeln wir ein wenig bis zum Bug unseres Schifffes.
Vierter
Tauchgang - King Cruiser Wreck
Langsam tauchen wir am Seil ab, dass am hinteren Ende
der King Cruiser befestigt ist. In etwa 10 Meter tiefe
können wir dann das Seil loslassen, wie vorausgesagt keine
Strömung und tolle Sicht! Ein Schwarm mit riesigen Barakkudas
kreist über dem Heck. Dort tauchen wir bis zur Schiffsschraube
ab, die sich in etwa 30 Meter tiefe befindet. Unzählige
Prachtnacktschnecken, viele Rotfeuerfische, einige Muränen
und die tollen verschiedenen Schwärme laden die Unterwassser
Fotografen ein, ihrem Hobby kräftig nach zukommen. Die
grosse Schildkröte hat sich leider gut versteckt , na
ja wir sehen sie beim nächsten Trip. Durch den tieferen
Tauchgang, haben wir alle etwas mehr Luft verbraucht als
üblich und so kehren wir nach etwa 51 Minuten an die Oberfläche
zurück.
Jetzt
gibt es erst mal ein ordentliches Frühstück, denn tauchen
macht hungrig. Bei Ham and Eggs, Käse und frisch getoastets
Brot, Butter und Marmelade sind wir schnell wieder gestärkt
für die kommenden Tauchabenteuer. Zweieinhalb Stunden
einfach nur relaxen oder das grosse Sonnendeck benützen,
ist heute einfach herrlich, bei dieser ruhigen See.
Fünfter
Tauchgang - Shark Point
Dann Briefing zum Sharkpoint. Die ersten Tagesboote
sind schon in Sichweite. Wir springen vor allen anderen
hinein und treffen so erst gegen Ende auf die anderen
Taucher. Tja, da zeigt sich wieder einmal unsere grosse
Erfahrung, denn das Timing muss schon stimmen!
Unterwasser ist hier die Sicht nicht so toll wie zuvor,
aber besser als am Ende der letzten Saison. Die verstreuten
Riffblöcke sind alle schon mit tausenden Glasfischen bedeckt.
Da liegt ein Leo (Leopardenhai) im Sand. Eine Sepia steht
knapp über dem Riffblock, vermutlich sucht sie hier einen
Platz zur Eiablage. Am Riffdach treffen wir wieder auf
Rainbowrunners und Makrelen die gerade auf der Jagd sind.
In einem Glasfischschwarm entdecken wir kleine Babybarakkudas
die später warscheinlich ihre Nachbarn auffressen werden!
Der Computer ermahnt uns an die Oberfläche zurückzukehren.
Die Tauchzeit von einer vollen Stunde ist schon wieder
so schnell vergangen!
Ein
köstliches Mittagessen erwartet uns an Board und dann
genehmigen wir uns ein kleines Schläfchen!!
Sechster
Tauchgang
- Anemone Reef
Die Taucher der Tagesboote kommen gerade von ihrem
zweiten Tauchgang aus dem Wasser als wir uns auf der grossen
Tauchplattform fertigmachen. Kaum tauchen wir ab, begrüsst
uns schon die grosse Schildkröte, die hier seit Jahren
ihren fixen Wohnsitz hat. Und auf dem Grund in 17 Meter
tiefe, sehe ich von oben zwei Leopardenhaie liegen. Einige
Bilder werden geschossen und dann geht es weiter linke
Schulter am Riff entlang. Wir finden eine kleine juvenile
Süsslippe und einige verschiedene Muränen. Die Riffspalte
auf 12 Meter ist wieder voll gefüllt mit Tanzgarnelen.
Eine Riessenmuräne liegt darin und lässt sich von zwei
rot-weiß-rote gebänderten Scherengarnelen säubern. (Insider
nennen diese Tiere auch Schluchtenscheissergarnelen, keine
Ahnung warum) :-))
Beim obligatorischen Sicherheitsstop sind wir inmitten
einiger verschiedener Fischschwärme!
Zurück
an Board, Leinen los und Kurs in Richtung Hin Bida.
Siebenter
Tauchgang
- Hin Bida (Sunsetdive)
Dieses Riff ist eingentlich sehr flach und somit ideal
um hier den lezten Tauchgang des Tages zu machen.
Unter Wasser hat es die Form einer Hand mit Fingern. Diese
sind sehr schön bewachsen und wir schaffen es innerhalb
einer Stunde, das Riff halb zu umrunden. Wir haben beim
Briefing Pick Up durch das Schiff vereinbart und so taucht
jede Gruppe da auf, wo sie sich gerade (nach eine Stunde)
befindet. Als ich die Wasseroberfläche durchbreche, bietet
sich mir ein wirklich eine einyigartige Lichtstimmung
in der Andamanen See. Die dunkelorange eingefärbte Sonne
befindet sich gerade nahe des Horizontes und das Wasser
ist so flach wie ein Spiegel. Wow ein tolles Bild, das
man so schnell nicht wieder vergisst.
Wir
fahren weiter zu der Inselgruppe von Ko Ha, wo wir gechützt,
vor Wind und Wellen an der Rückseite von Ko Ha III liegen
und zusammen die Tauchpläne für den morgigen Tag schmieden.
Heute sind alle schon etwas mehr Müde als tags zuvor und
so ist es bald dunkel und ruhig auf unserer Flying Seahorse
geworden.
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