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Nach
einer relativ ruhigen Nacht kam am frühen Morgen Wind
auf und dadurch mehr Wellengang. Mein rechtes Ohr schmerzte
mich - ich habe beim Druckausgleich wohl wieder übertrieben
und deshalb sagte ich meine Teilnahme am Tauchgang King
Cuiser ab. Chris gab mir zwei verschiedene Tropfen, die
mir halfen. So konnte ich nach dem nächsten Tauchgang
(Shark Point) zum Anemonen-Reef mit abtauchen. Shark Point
hatte seinem Namen keine Ehre gemacht und King Cruiser
war nach Andrews Aussage auch nicht so toll.
Nach
dem Mittagessen und der entsprechenden Oberflächenpause
sind wir um 14.00h am Anemonen-Reef abgetaucht. Wie es
der Name schon sagt, ist das Anemone-Reef ein üppig bewachsene
Felsengruppe. Besonders die oberen hohen Stellen lassen
kaum Platz für einen anderen Bewuchs zu. Östliche Weißrücken
Anemonenfische gibt es dort wie Sand am Meer. Gleich zu
Beginn sahen Siggi und ich die ansässige Schildkröte.
Etwas später sah ich einen Leopardenhai auf einer Sandfläche
liegen und schwupp die wupp waren fast 10 Taucher (auch
von einem anderen Tauchschiff) um den Hai herum. Ich habe
mir das aus der Ferne angesehen und bin dabei an den "Doppel-Moränen-Felsen"
gekommen. Marie und Frederik haben sogar eine Dreiergruppe
aus einem Loch gucken sehen. Zuvor hatte ich Chris eine
Komposition (Moräne in grüner Hartkoralle liegend) gezeigt.
Leider konnte er durch einen anderen Taucher nicht zum
Fotoschuss kommen. Die Moräne fühlte sich jedenfalls nicht
wohl und flüchtete auf die andere Seite des kleinen Felsens
in einen großen Faßschwamm, der aber von einem Feuerfisch
besetzt war. Nach kurzem Gerangel hat die Moräne den Feuerfisch
des Platzes verwiesen.
Nach
diesem ereignisreichen Tauchgang fuhren wir in der Teatime-Pause
nach Hin Bida zum Sunset-Dive. Um 17.10h war ich wieder
unter Wasser. Sehr viel interessantes habe ich am Abfang
nicht gesehen. Gegen Mitte des Tauchgangs wurde es dann
besser. Zunächst gab es einen Wels zu sehen, der wohl
nicht so ganz wusste, wo er war, dann ein toter Artgenosse,
der von zwei Parrotfischen bereits angeknabbert wurde.
Nachdem wir den Giant-Triggerfish passiert hatten, stießen
wir auf eine Peacock Mantashrimp, einen giftigen Korallenseeigel,
ein Gruppe von jungen Barracudas und eine große Sepia.
Als unsere Zeit zu Ende war, lag direkt unter uns ein
großer Leopardenhai. Dadurch bekamen wir eine 5-Minuten-zuspät-Verwarnung.
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